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Biomethan etabliert sich weltweit immer stärker als Kraftstoff der Zukunft

Jetzt steigen auch Reedereien auf den nachhaltigen Biokraftstoff um

Im Frühjahr 2021 zeigt ein großes Unternehmen für Schifffahrtslogistik, dass nachhaltige Mobilität nicht dem privaten Sektor vorbehalten ist: Die französische Reederei CMA CGM will künftig Frachtschiffe, die durch umweltfreundliches Biomethan angetrieben werden, durch Gewässer schicken. Dieser Schritt zeigt, dass der grüne Treibstoff auch im großen Stil zielgerichtet eingesetzt werden kann. Die Initiative ist zugleich ein weiterer Impuls, Biomethan als alternativen Kraftstoff verstärkt in den Fokus zu rücken und bewegt hoffentlich auch andere Großunternehmen zur Nachahmung.

Biomethan: grüner Kraftstoff mit Zukunft

Experten der ganzen Welt sind sich einig, dass Biomethan die Zukunft der Kraftstoffe maßgeblich bestimmen wird. Forschungsergebnisse und Aussagen von Fachleuten zeigen deutlich, dass beinahe kein anderer Treibstoff Biomethan in Sachen Klimafreundlichkeit, Verfügbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Effizienz das Wasser reichen kann. Fossile Brennstoffe wurden lange Zeit geduldet, in der aktuellen Ära des Klimawandels und des wachsenden „grünen Gewissens“ haben sie jedoch keine Zukunft mehr. Ihre Zeit läuft ab – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Reserven der endlichen Rohstoffe gehen auch ganz konkret zur Neige. Nicht nur deshalb bekennt sich die Politik immer mehr zu ökologischen Ressourcen, wie etwa Biomethan, und macht durch Subventionen und Förderprogramme langsam, aber sicher den Weg dafür frei, dass sich der klimafreundliche Antriebsstoff weiträumig etablieren kann. Ein weiterer Anstoß für diese wünschenswerte Entwicklung ist zweifelsohne auch, wenn ein Weltkonzern wie CMA CGM künftig verstärkt auf Biomethan als Kraftstoff zurückgreifen will. Umso wichtiger ist dabei aber ebenfalls, dass nun die Biomethan-Produktion einmal mehr angekurbelt wird, um den steigenden Bedarf global zuverlässig zu decken. Es müssen vermehrt Biogasanlagen gebaut werden, wie zum Beispiel die der GRÜNGOLD AG in Pliening.

Global Player CMA CGM setzt auf nachhaltigen Biomethan-Antrieb

Die weltweit viertgrößte Containerlinie gibt bekannt, dass das Unternehmen noch im Mai dieses Jahres in 12.000 Tonnen Biomethan investieren wird. Diese Menge reicht aus, um ein ganzes Jahr lang zwei Containerschiffe mit einer Kapazität von 1.400 TEU anzutreiben. TEU (Twenty Foot Equivalent Unit) ist eine Maßeinheit für Container. CMA CGM kauft also genügend Biomethan ein, um insgesamt 2.800 Container (verteilt auf zwei Schiffe mit jeweils 1.400 Containern in Standardgröße) von A nach B zu manövrieren – wobei „von A nach B“ in dem Fall konkret heißt, von Petersburg nach Rotterdam. Der Transportdienstleister hat eine spezielle Technologie entwickelt, die flexibel zwischen gasförmigen und flüssigen Kraftstoffen wechseln kann und gibt an, dass somit mindestens 67 Prozent Einsparpotenzial an klimaschädlichen Treibhausgasen entsteht.

Bereits im November letzten Jahres eröffnete die französische Reederei ihren Kunden eine Reihe von Angeboten, um ihren ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Nun können durch den Umstieg auf größtenteils klimafreundliches Biogas beispielsweise Firmen, welche die Logistikdienste von CMA CGM nutzen, ihren Kunden aktiv einen umweltschonenden Warentransport anbieten. CEO der CMA CGM Group, Rodolphe Saadé, sagt dazu: „Mit der Einführung des ersten kohlenstoffarmen Versandangebots auf Basis von Biomethan haben wir eine neue Etappe beschritten.“

Ein kleiner Schritt auf einem langen Weg – doch mit vielen Nachahmern kann daraus ein großer Schritt werden.

Rodolphe Saadé meint dazu weiterhin: „Um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, ist es noch ein langer Weg. Unser Vorstoß ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, aber es sind noch viele weitere nötig“. Letztendlich gebe es nicht ‚die eine Lösung‘ für alle Klimaprobleme. Vielmehr müssten sich mehrere verschiedene Initiativen und neue Technologien sinnvoll ergänzen.

So sehen es auch wir von der GRÜNGOLD AG. Dennoch sind wir überzeugt davon, dass viele kleine Schritte zusammen Großes erreichen können. Und dass nun auch Reedereien, die zweifelsfrei einen sehr großen Anteil an weltweiten CO2-Emissionen tragen, nun allmählich auf umweltfreundlichere Methoden zurückgreifen, bringt das Ziel ein bedeutendes Stück näher.